
In der Weihnachtszeit gehören unsere typisch elsässischen Leckereien zu den Freuden der gemeinsamen Treffen im Kreis von Familie und Freunden. Entdecken Sie die Vielfalt der Spezialitäten mit ihren unwiderstehlichen Aromen !
Um der Kälte des Winters zu trotzen, haben die Elsässer ein probates Gegenmittel gefunden: die „Glühwein-Pause“ auf den Weihnachtsmärkten! Dieses Getränk besteht aus Weiß- oder Rotwein, der mit Honig gesüßt und mit den säuerlichen Aromen von Zitrone oder Orange und einer Gewürzmischung zubereitet wird: Zimt, Anis, Muskatnuss und Nelken. Für die kleinen Besucher gibt es eine alkoholfreie, aber ebenso schmackhafte Variante!
Die elsässischen „Bredele“, das kleine Weihnachtsgebäck, ist bei Naschkatzen wie Feinschmeckern beliebt. Sie mögen unscheinbar wirken, doch die „Bredele“ warten mit Überraschungen auf, im Geschmack, in der Farbe und in der Form…Die Herstellung des kleinen und trocken Gebäcks erfordert mehrere Stunden Arbeit, bis sie gekostet werden können! Sie bestehen aus zahlreichen Zutaten: Zimt, Orange, Anis und Nüsse, aber auch Schokolade, Kokosnuss und Nougat stehen auf der Zutatenliste! Die Bredele genießt man im Kreis der Familie oder unter Freunden. Nach elsässischer Tradition werden sie an den Weihnachtsbaum gehängt. Die Bredele sind süß, lecker und zeitlos – ein Schmuckstück der Backkunst, das als Geschenk immer Freude bereitet !
Zu den beliebtesten Bredele gehören:
Es sind die Gewürze, auf die alles ankommt! In der festlichen Weihnachtszeit spielen die Gewürze in der elsässischen Küche eine wichtige Rolle. Mit ihrem feinen und unwiderstehlichen Geschmack gehören sie zu den wichtigen Zutaten der regionalen Küche. Die elsässische Hausfrau bestreut ihre Apfel- oder Zwetschgentorte mit Zimtpulver. Die Aromen von Anis, Ingwer, Muskatnuss und Nelken verbreiten ihre Düfte und regen den Appetit an!
Alle Kinder freuen sich auf die Lebkuchen, die der heilige Nikolaus bringt. Diese Leckerei aus Weizenmehl, Honig und zahlreichen Gewürzen ist eine wahre Gaumenfreude. Auch wenn wir die Lebkuchen meistens mit einem Bild verziert kennen, gibt es diese leckere Spezialität, welche die braven Kinder zur Belohnung erhalten, in den verschiedensten Variationen und Formen, die auch individuell dekoriert werden können. So findet jeder seinen persönlichen Lieblingslebkuchen! Die bekanntesten Lebkuchen sind die „glasierten Zungen“, die mit Orangenabrieb parfümiert und mit Zucker überzogen sind, oder die Zimtsterne aus Nüssen und Mandeln… Wenn Sie lieber kuchenartige Lebkuchen mögen, erfreuen Sie ihre Lieben mit den großen Lebkuchen, hergestellt nach altem Rezept mit Ingwer und Früchten. Der reine Honiglebkuchen kann einfach so oder wie beim Weihnachtsessen als Toast serviert werden. Er ist eine wunderbare und seltene Delikatesse! Wussten Sie, dass Gertwiller, die Hochburg des Lebkuchens im Elsass liegt? Besuchen Sie dort das Museum für Lebkuchen und für elsässische Volkskunst!
Sie gehören zu den festen Zutaten des Weihnachtsgebäcks. Der Berawacka, das traditionelle elsässische Birnbrot, besteht ausschließlich aus Trocken- und Zitrusfrüchten! Im Elsass werden Trocken- und Zitrusfrüchte nicht nur in der Küche sondern auch zur Dekoration verwendet.
Getrocknete Orangenscheiben schmücken den traditionellen Adventskranz. Zusammen mit Nüssen werden die getrockneten Fruchtscheiben als elegante und natürliche Dekoration an die Zweige des Weihnachtsbaumes gehängt. Getrocknete Schalen von Orangen, Mandarinen und Zitronen können in einer Schale aufgestellt werden und verströmen im ganzen Raum ihren fruchtigen Duft.
Schon im Mittelalter bereiteten elsässische Mönche ein starkes malzhaltiges Bier für die Weihnachtsfeierlichkeiten zu. Heute knüpfen die meisten elsässischen Bierbrauereien an diese Tradition an und kreieren ein spezielles Weihnachtsbier. Es gibt für jeden Geschmack zahlreiche Sorten an Weihnachtsbieren. Traditionellerweise hat das Weihnachtsbier einen runden, meist würzigen Geschmack und ist bernsteinfarben. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 10-12°. Das Weihnachtsbier kann zu den meisten Gerichten der regionalen Küche getrunken werden und schmeckt auch wunderbar als Zutat einer Soße.
Die Zubereitung von elsässischer Stopfleber wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts vom Straßburger Jean-Pierre Clause, dem Koch von Marschall Contades, erfunden. Seit mehreren Jahrhunderten ist Gänse- oder Entenstopfleber eine Köstlichkeit, die bei einem elsässischen Weihnachtsmahl nicht fehlen darf! Stopfleber kann als Vorspeise oder Hauptgericht gereicht werden und schmeckt hervorragend, entweder kalt auf einer Scheibe Lebkuchen oder Toastbrot oder auch gebraten. Die elsässische Stopfleber, eine gastronomische Spezialität, die auf der Zunge schmilzt, sollten Sie am besten mit einem guten Tropfen Spätlese degustieren!